Die Ausstellung der zeitgenössischen Keramik von nach 1945
Der zweite Weltkrieg zerstörte erheblich die Keramikwerstätten. Schon im Jahre 1946 begann der ungewöhnliche Keramikmeister Prof. Tadeusz Szafran diese Keramikwerkstätten in Bunzlau wieder einzusetzen. Er hatte auch die ersten Vasen entworfen. In den Museumsammlungen befinden sich einige von den Vasen mit dem Pflanzen- und Geometriewerk.
Die ersten in Polen hergestellten Muster, Tadeusz Szafran 1948
In der früheren Fabrik „Paul und Sohn“ beginnt die Genossenschaft CPLiA ,,Ceramika Artystyczna“ tätig zu sein. Dank der Zusammenarbeit mit einer Kunsthochschule in Breslau bleibt das selbe hohe Kunstniveau erhalten. Die Schule schickte ihre Studenten, damit sie sich in ihrem Beruf im bunzlauer Betrieb praktisch ausbilden. Die Professoren Rudolf Krzywiec und Julia Kotarbińska hatten die Aufsicht über die Produktion übernommen.
Im Jahre 1954 war Izabela Zdrzałka die künstlerische Leiterin an der Keramikanstalt. Es wurden von ihr die neün Dekorierungstechniken wie: lehmglasierter Glasfluss, Sgrafitto und Maldekor angewendet.
Geformte Obstschale, farbiges Glas, Izabela Zdrzałka, 1960
In den Jahren 1953-1959 war die Projektantin Alicja Szurmińska-Krępowa eine Leiterin an einer CPLiA – Anstalt. Die Schülerin von Prof. Krzywiec. Sie führte die neün Vasen ein, die einen Hals mit ausladener Mündung aufwiesen, als auch Honig- und Weinbechersätze. Ausser dem Maldekor wendete sie buntes Fleckglas an.
Die nächste Projektantin war im Jahre 1960 Amanda Różańska. Ihre Leitung der Anstalt bevorzugte einerseits das Tafelgeschirr, andererseits die Verschiedenheit der Formen, z.B. Die Flaschen verschiedener Gestalt, das Viereckgeschirr, das Dreieck, irreguläre Figuren, Verknüpfung manningfaltiger Formen zu einem Garnitur.
Bronisław Wolanin, Absolvent der Breslaür Kunsthochschule und Schüler von Prof. Julia Kotarbińska, übernimmt im Jahre 1964 die künstlerische Leitung. Wolanin wendete in den 60-er Jahren den Reliefdekor, Motive aus der Volkskunst und auch die Rippenwellungen an.
In den 70-er Jahren enstand eine Reihe von den klassischen Vasenformen, die eine Verknüpfung von runden, kegeligen und walzenförmigen Gestalten darstellten. Er bearbeitete die Sammlung von Handerzeugnissen, mit dem Schuppenmotiv, das das garoe Geschirr bedeckte.
In den Arbeiten von Wolanin erschien zu dieser Zelt die sogenannte Cracuele-Technik (absichtlich erwirkte rissige Steinzeugsfläche).
Die Vase, Hand verziert, Kobaltschuppenmotiv, Bronisław Wolanin, 70-er Jahre
Seit 1974 ist an der Genossenschaft „Ceramika Artystyczna“ die Absolventin der Breslaür Kunsthochschule Wanda Matus tätig. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit der Verzierung der Wolanin’s Formen. Sie benutzt sehr interessante Malerverzierungen; am häufigsten sind das Pflanzenmotive, dem Geist der Sezession entsprechend.
Kaffeeservice, Entwurf von Karen-Park, Verzierung von Wanda Matus, 1975
In den Jahren 1980-1985 leitete Wolanin die Keramikanstalt „Bolesławiec“ und beginnt das verwertete einfarbige Glasgeschirr herzustellen.
Nach der Rückkehr zur „Ceramika Artystyczna“ bearbeitet Wolanin die Muster, die auf das typische bunzlauer Steinzeug mit dem Stempelmotiv beruhen.
Die Vase, Bronisław Wolanin, 1979
In den Museumsammlungen befindet sich auch eine Reihe vom Geschirr, das von Janina Bany-Kozłowska projektiert wurde. Sie leitet zur Zeit die Musterabteilung, der bei Keramikanstalt „Bolesławiec“.


